Facharzt für Chirurgie

Viszeralchirurgie

spezielle Viszeralchirurgie

Proktologie

Laparoskopische Cholezystektomie

Gallenblasenentfernung – minimalinvasiv und ambulant.

Die Entfernung der Gallenblase in minimal invasiver Technik (MIC): kleine Schnitte, Narkose, Entlassung noch am selben Tag – mit Kontrolle inklusive Labor und Ultraschall am Folgetag und einer weiteren Kontrolle nach einer Woche. Persönlich durchgeführt von Dr. med. Emadi.

Schlüsselloch-Technik ca. 45–60 Min. Ambulant Kontrolle Tag 1 & Woche 1
★★★★★ Ø 4,9 / 5 · 149 Google-Rezensionen
Gallenblasenentfernung – Chirurgische Praxis Dr. Emadi, Wiesbaden

Gallensteine gehören zu den häufigsten Erkrankungen in den westlichen Industrieländern – 15 bis 30 % der Bevölkerung sind betroffen. Sobald ein Steinleiden Beschwerden macht, ist die laparoskopische Entfernung der Gallenblase die Therapie der Wahl. In der Chirurgischen Praxis Dr. Emadi Wiesbaden erfolgt der Eingriff in minimal invasiver Technik, in Narkose und ambulant – mit persönlicher Nachkontrolle am Tag danach und nach einer Woche.

Warum bei uns

Ihre Vorteile auf einen Blick

Minimal invasive Routine-Chirurgie, ambulant durchgeführt – mit engmaschiger Kontrolle statt Krankenhausaufenthalt.

Minimal invasive Technik

Operation unter Videosicht über wenige kleine Schnitte statt über einen großen Bauchschnitt.

Kleine Hautschnitte

Deutlich weniger Schmerzen nach der Operation, kaum sichtbare Narben, schnellere Genesung.

Ambulant, ohne Klinikbett

Sie werden am selben Tag nach Hause entlassen und erholen sich in der eigenen gewohnten Umgebung.

Zwei Nachkontrollen

Am Tag nach der Operation Labor und Ultraschall, eine Woche später Wundkontrolle und Besprechung des Gewebebefunds – engmaschig und persönlich.

Diagnostik im Haus

Ultraschall direkt im Erstgespräch – Befund, Indikation und Termin ohne zusätzliche Wege.

Ein Operateur

Beratung, Eingriff und Nachsorge bleiben in einer Hand – Dr. Emadi operiert jeden Patienten selbst.

Dr. med. Emadi
Ihr Arzt

Dr. med. Emadi

Facharzt für Chirurgie · Spezielle Viszeralchirurgie · Proktologie

Seit mehr als 25 Jahren in der Chirurgie tätig, davon über 15 Jahre mit Schwerpunkt Viszeral- und minimal invasiver Chirurgie. Dr. Emadi führt jede Gallenblasenoperation persönlich durch – von der Ultraschalldiagnostik im Erstgespräch über den Eingriff bis zu den Nachkontrollen am Tag danach und nach einer Woche.

  • Facharzt für Chirurgie (seit 2007)
  • Spezielle Viszeralchirurgie (seit 2012)
  • Zusatzbezeichnung Proktologie (2010)
  • DHG-Siegel Hernienchirurgie (2020)
  • Langjährige Oberarzt-Tätigkeit
  • Eigene Praxis seit 2019
Werdegang Studium Humanmedizin Marburg & FU Berlin · Assistenzarzt Herzzentrum Berlin (Prof. Hetzer) · Uniklinik Aachen (Prof. Autschbach, Prof. Schumpelick) · Klinikum Mutterhaus Trier (Prof. Decker) · Oberarzt Klinikum Hanau · Oberarzt Asklepios Klinik · seit 2019 eigene Chirurgische Praxis in Wiesbaden.

Gallensteine: eine der häufigsten Erkrankungen

Gallenblase mit Steinen Gallengang Leber mit anliegender Gallenblase
Abb. 1 – Die Gallenblase liegt der Leberunterseite an; über den Gallengang fließt die Gallenflüssigkeit in den Zwölffingerdarm.

Mit einer Häufigkeit von 15 bis 30 % gehören Steinerkrankungen der Gallenblase zu den häufigsten Erkrankungen in den westlichen Industrieländern. Die Gallenblase selbst ist ein kleines Speicherorgan an der Unterseite der Leber: Sie sammelt die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit und gibt sie nach einer Mahlzeit in den Zwölffingerdarm ab. Die Aufgabe der Gallensäure ist die Fettverdauung.

Die Häufigkeit von Gallenblasensteinen ist deutlich altersabhängig: Etwa 20 bis 40 % der Menschen über 50 Jahre und nahezu 70 % der Menschen über 70 Jahre weisen Gallenblasensteine auf. Die meisten davon werden zufällig entdeckt – etwa bei einer Ultraschalluntersuchung aus anderem Anlass.

Wie entstehen Gallensteine?

Gallensteine entstehen, wenn das Gleichgewicht der Gallenflüssigkeit kippt und Cholesterin oder Gallenfarbstoffe auskristallisieren. Erhöhte Cholesterinwerte im Blut infolge von Fettstoffwechselstörungen oder chronischer Überernährung begünstigen die Steinbildung.

Frauen jenseits des 40. Lebensjahres mit mehreren Geburten und Übergewicht tragen damit ein deutlich höheres Risiko, Gallenblasensteine zu entwickeln.

Welche Beschwerden machen Gallensteine?

Solange Steine keine Symptome verursachen, sind sie in der Regel nicht therapiebedürftig. Typisch für ein behandlungsbedürftiges Steinleiden sind krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch, die in den Rücken und in die rechte Schulter ausstrahlen – insbesondere nach dem Essen, vor allem nach fettreichen Mahlzeiten.

Hinzu können Völlegefühl, Übelkeit, Aufstoßen und Unverträglichkeit vor allem bei fettreichen Speisen auftreten. Solche Koliken dauern meist Minuten bis Stunden und treten oft nachts auf.

Ist das Leiden erstmals symptomatisch geworden, steht die Operationsindikation fest – denn ab diesem Zeitpunkt muss mit weiteren Komplikationen gerechnet werden: einer Entzündung der Gallenblase, dem Abgang eines Steins in den Hauptgallengang oder einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse.

Wann es dringend wird: Anhaltende starke Oberbauchschmerzen mit Fieber und Schüttelfrost sind Warnzeichen für eine Gallenblasenentzündung. Eine Gelbfärbung von Haut oder Augen (Ikterus), dunkler Urin oder heller Stuhl sind Warnzeichen für einen Steinverschluss des Hauptgallengangs. In beiden Fällen gehören Sie umgehend ärztlich untersucht – notfalls in die Notaufnahme.

Diagnose: Gespräch, Untersuchung, Ultraschall

Die Ultraschalldiagnostik führen wir direkt im Erstgespräch in der Praxis durch. Anschließend besprechen wir Befund, Dringlichkeit und den möglichen Operationstermin.

Was ist minimal invasive Chirurgie?

Die minimal invasive Chirurgie (abgekürzt MIC) nutzt Zugänge zu den Körperhöhlen des Bauchraumes (Laparoskopie) mit sehr kleinen Schnitten, um Videokameras, Lichtquellen und chirurgische Instrumente einzubringen und die Operation im Inneren der Körperhöhle unter Videosicht durchzuführen.

Die laparoskopische Gallenblasenoperation zeichnet sich durch kleine Hautschnitte aus – und damit durch wenig Belastung für den Körper und deutlich geringere Schmerzen nach der Operation. Sie ist heute weltweit das Standardverfahren der Gallenblasenentfernung.

Die Operation im Detail

Bei der laparoskopischen Cholezystektomie wird die gesamte Gallenblase samt Steinen entfernt – nicht nur die Steine selbst. Der Grund: Eine steinbildende Gallenblase produziert nach einer reinen Steinentfernung in aller Regel erneut Steine.

  1. Narkose & Vorbereitung

    Der Eingriff erfolgt in einer Allgemeinnarkose durch unseren erfahrenen Anästhesisten. Sie kommen nüchtern in die Praxis.

  2. Zugang & Kameraeinsatz

    Über vier kleine Zugänge von jeweils 0,5 bis 1,5 cm – einer unterhalb des Nabels, drei im rechten Oberbauch – werden Kamera und Arbeitsinstrumente eingebracht. Der Bauchraum wird mit CO₂ aufgeweitet, um Sicht und Bewegungsfreiheit zu schaffen.

  3. Darstellung der Strukturen

    Gallenblasengang und Gallenblasenarterie werden sorgfältig freigelegt und sicher identifiziert – der entscheidende Sicherheitsschritt der Operation.

  4. Entfernung der Gallenblase

    Der Gallenblasengang und die kleine Arterie, die die Gallenblase versorgt, werden nach Ansetzen von Clips durchtrennt, die Gallenblase von der Leber abgelöst und über den Schnitt unterhalb des Nabels mittels eines Bergebeutels geborgen.

  5. Wundverschluss

    Die kleinen Hautschnitte werden mit auflösbaren Fäden verschlossen und versorgt. Die entfernte Gallenblase wird immer zur feingeweblichen (pathologischen) Untersuchung eingeschickt.

  6. Ruhephase & Entlassung

    Nach der Überwachungsphase werden Sie am selben Tag nach Hause entlassen – mit Schmerzmedikation und klaren Verhaltenshinweisen.

Die reine Operationszeit liegt in der Regel bei 45 bis 60 Minuten. Mit Narkoseeinleitung, Aufwachphase und Überwachung sollten Sie einen halben Tag einplanen.

Wann wir nicht ambulant operieren: Bei einer akuten Gallenblasenentzündung, einer stark eingeschränkten Herzfunktion, einer ausgeprägten COPD (chronische Lungenerkrankung) oder starkem Übergewicht ist ein ambulanter Eingriff nicht sicher genug. In diesen Fällen gehört die Operation in ein Krankenhaus – zum Beispiel in die Asklepios-Klinik in Wiesbaden. Das klären wir im Vorgespräch mit Ihnen.

Nachsorge: Kontrolle am Folgetag und nach einer Woche

Die Patienten werden am selben Tag nach Hause entlassen und kommen am darauffolgenden Tag zur Kontrolle. Hierbei erfolgt sowohl eine Laborkontrolle als auch eine Ultraschalluntersuchung. So lässt sich früh erkennen, ob der Gallenabfluss ungestört ist und die Wundverhältnisse in Ordnung sind.

Leben ohne Gallenblase

Die Gallenblase ist ein Speicher, kein lebensnotwendiges Organ. Nach der Entfernung fließt die Galle kontinuierlich aus der Leber in den Darm, statt portionsweise abgegeben zu werden. Die Fettverdauung funktioniert weiterhin.

Unsere Empfehlung zur Ernährung: In der Regel dürfen Sie nach der Operation grundsätzlich normal essen. In den ersten ein bis zwei Wochen empfehlen wir primär leichte Kost. Eine dauerhafte Spezialdiät ist nicht erforderlich.

Transparent & fair

Kosten & Krankenkasse

Die Gallenblasenentfernung ist bei medizinischer Indikation eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kostenübernahme ist im Normalfall problemlos geregelt.

Gesetzliche Krankenkasse

0 €Pflichtleistung bei medizinischer Indikation
  • Laparoskopische Operation inklusive
  • Narkose durch den Anästhesisten inklusive
  • Ultraschall- und Laborkontrolle am Folgetag inklusive
  • Feingewebliche Untersuchung (Histologie) inklusive
  • Mit oder ohne Überweisung vom Hausarzt

Private Krankenkasse / Selbstzahler

auf AnfrageAbrechnung nach GOÄ, je nach Tarif und Aufwand
  • Abrechnung nach GOÄ
  • Private Krankenkassen übernehmen nach Tarif
  • Kostenvoranschlag vor dem Eingriff
  • Narkosehonorar wird separat abgerechnet
  • Individuelle Terminvereinbarung

Wir prüfen im Vorgespräch die medizinische Indikation und klären die Formalitäten mit Ihrer Krankenkasse. Privatversicherte erhalten vorab einen transparenten Kostenvoranschlag.

Ehrlich aufgeklärt

Risiken & Komplikationen

Die laparoskopische Gallenblasenentfernung ist ein sehr häufig durchgeführtes Routineverfahren. Transparente Aufklärung gehört für uns trotzdem zur Qualität.

Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Entscheidend sind die sorgfältige Darstellung der Strukturen während der Operation und die engmaschige Kontrolle am Tag danach mit Labor und Ultraschall.

1–2 %

Nachblutung / Hämatom

Kleinere Blutungen im Operationsgebiet oder an den Zugängen. Meist folgenlos und selbstlimitierend.

< 1 %

Wundinfektion

Durch die kleinen Schnitte selten. Bei Rötung, Schwellung, Überwärmung oder Fieber bitte kurzfristig vorstellen.

1–2 %

Galleaustritt

Austritt von Gallenflüssigkeit aus dem Gallenblasenbett oder dem verschlossenen Gang. Wird durch die Kontrolle am Folgetag früh erkannt.

2–5 %

Umstieg auf offene Operation

Bei unklaren anatomischen Verhältnissen, starker Entzündung oder Verwachsungen wird zur Sicherheit auf das offene Verfahren gewechselt – keine Komplikation, sondern eine bewusste Sicherheitsentscheidung.

< 0,5 %

Verletzung des Gallengangs

Sehr seltene, aber ernste Komplikation. Ihr wird durch die sorgfältige Darstellung von Gang und Arterie vor jedem Durchtrennen vorgebeugt.

< 2 %

Stein im Hauptgallengang

Ein bereits abgegangener Stein kann den Gallenabfluss behindern. Er lässt sich endoskopisch (ERCP) entfernen – Labor und Ultraschall am Folgetag zeigen dies frühzeitig.

Warum wir am Folgetag kontrollieren: Die allermeisten Komplikationen nach einer Gallenblasenentfernung zeigen sich in den ersten 24 bis 48 Stunden. Laborwerte und Ultraschall am Tag nach der Operation machen genau dieses Zeitfenster sichtbar – das ist der Grund, warum der ambulante Eingriff hier sicher durchführbar ist.
Ablauf

Ihr Weg zur Gallenblasen-OP

Von der ersten Kolik bis zur vollen Belastbarkeit – so begleiten wir Sie.

  1. Schritt 01

    Kontakt

    Telefonisch oder online.

  2. Schritt 02

    Diagnose

    Ultraschall & Labor.

  3. Schritt 03

    OP-Tag

    MIC in Narkose.

  4. Schritt 04

    Folgetag

    Labor & Ultraschall.

  5. Schritt 05

    Woche 1

    Wundkontrolle & Histologie.

  6. Schritt 06

    Woche 3–4

    Volle Belastbarkeit.

Mythen & Fakten

Was stimmt wirklich?

Rund um Gallensteine und die Gallenblasen-OP halten sich hartnäckige Fehlinformationen. Wir klären die wichtigsten auf.

Mythos

„Ohne Gallenblase kann man nie wieder normal essen."

Fakt

Die Gallenblase ist ein Speicher, kein lebensnotwendiges Organ. Die Galle fließt danach kontinuierlich aus der Leber in den Darm, die Fettverdauung funktioniert weiter. In der Regel dürfen Patienten nach der Operation grundsätzlich normal essen, in den ersten ein bis zwei Wochen empfehlen wir leichte Kost – eine dauerhafte Diät ist nicht nötig.

Mythos

„Man kann doch nur die Steine entfernen und die Gallenblase behalten."

Fakt

Eine steinbildende Gallenblase bildet nach einer reinen Steinentfernung in aller Regel erneut Steine. Deshalb wird weltweit die gesamte Gallenblase entfernt – das ist der Grund für die dauerhafte Beschwerdefreiheit.

Mythos

„Jeder Gallenstein muss sofort operiert werden."

Fakt

Nein. Zufällig entdeckte, beschwerdefreie Steine sind in der Regel nicht therapiebedürftig. Erst wenn das Leiden symptomatisch wird, steht die Operationsindikation fest – dann allerdings zügig, weil ab diesem Zeitpunkt mit Komplikationen zu rechnen ist.

Mythos

„Für eine Gallenblasen-OP braucht man einen großen Bauchschnitt."

Fakt

Der große Rippenbogenrandschnitt ist seit Jahrzehnten nicht mehr der Standard. Operiert wird laparoskopisch über kleine Schnitte unter Videosicht; der offene Zugang bleibt Ausnahmesituationen vorbehalten.

Mythos

„Nach so einer Operation muss man mehrere Tage im Krankenhaus bleiben."

Fakt

In geeigneten Fällen ist der Eingriff ambulant durchführbar: Entlassung am selben Tag, Kontrolle mit Labor und Ultraschall am Folgetag. Ob das für Sie infrage kommt, klären wir individuell im Vorgespräch.

Erfahrungen

Was unsere Patienten sagen

Authentische Rückmeldungen aus der Rhein-Main-Region – ehrlich, persönlich.

4,9
★★★★★
149 Google-Rezensionen
Chirurgische Praxis Dr. Emadi in Wiesbaden
★★★★★

Ich war bei Herrn Dr. Emadi, um meine Gallenblase entfernen zu lassen. Ich habe schnell einen Termin für die Sprechstunde und auch die OP bekommen.

SH
Sina Hofmann Google-Rezension · vor 2 Jahren
★★★★★

Dr. Emadi wurde mir von meinem Hausarzt zwecks Gallenblasen-OP empfohlen. Einen Termin zur Voruntersuchung habe ich kurzfristig erhalten.

AN
Armen Ntatianidis Google-Rezension · vor 4 Jahren
★★★★★

Ich bin sehr sehr zufrieden mit Dr. Emadis Leistung. OP lief einwandfrei und Nachversorgung ebenfalls. Ich kann die Praxis ohne Bedenken weiterempfehlen.

MK
Murat Küzen Google-Rezension · vor einem Jahr
Einblick in unsere Praxis

Persönlich, erfahren, wohnortnah erreichbar

Von der ersten Sprechstunde bis zum ambulanten Eingriff – ein Blick hinter die Kulissen unserer chirurgischen Praxis in Wiesbaden.

Unser Team in der Chirurgischen Praxis Wiesbaden
Unser Team in der Chirurgischen Praxis Wiesbaden
Persönliche Sprechstunde mit Ultraschalldiagnostik
Persönliche Sprechstunde mit Ultraschalldiagnostik
Ambulante Eingriffe in unserem Operationssaal
Ambulante Eingriffe in unserem Operationssaal
Häufige Fragen

Alles, was Sie zur Gallenblasen-OP wissen sollten

Die wichtigsten Antworten rund um Gallensteine, Ablauf, Ernährung und Nachsorge.

Müssen Gallensteine immer operiert werden?

Nein. Zufällig entdeckte Steine ohne Beschwerden sind in der Regel nicht therapiebedürftig. Sobald das Steinleiden aber erstmals symptomatisch geworden ist – typischerweise mit krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch – steht die Operationsindikation fest, weil ab diesem Zeitpunkt mit weiteren Komplikationen zu rechnen ist.

Warum wird die ganze Gallenblase entfernt und nicht nur die Steine?

Weil eine Gallenblase, die einmal Steine gebildet hat, nach einer reinen Steinentfernung nahezu immer erneut Steine bildet. Die Entfernung des gesamten Organs ist deshalb weltweit das Standardverfahren und führt zu dauerhafter Beschwerdefreiheit.

Wie lange dauert die Operation?

Die reine Operationszeit beträgt in der Regel 45 bis 60 Minuten. Mit Narkoseeinleitung, Aufwachphase und Überwachung sollten Sie einen halben Tag in der Praxis einplanen.

Wird ambulant oder stationär operiert?

Wir führen die Gallenblasenoperation in Narkose ambulant durch. Sie werden am selben Tag nach Hause entlassen und kommen am darauffolgenden Tag zur Kontrolle – mit Laborkontrolle und Ultraschalluntersuchung. Nicht ambulant operieren wir bei akuter Gallenblasenentzündung, stark eingeschränkter Herzfunktion, ausgeprägter COPD oder starkem Übergewicht – dann ist ein Krankenhaus wie die Asklepios-Klinik in Wiesbaden der richtige Ort.

Brauche ich eine Begleitperson?

Ja. Nach einer Allgemeinnarkose dürfen Sie 24 Stunden nicht selbst Auto fahren. Eine erwachsene Begleitperson für den Heimweg – und idealerweise für die erste Nacht – ist zwingend erforderlich.

Wie schnell bin ich wieder arbeitsfähig?

Die meisten Patienten nehmen ihre Tätigkeit nach etwa zwei Wochen wieder auf. Bei körperlich sehr schwerer Arbeit – etwa auf dem Dach oder am Fließband – bescheinigen wir bis zu vier Wochen Arbeitsunfähigkeit. Sport ist nach etwa drei bis vier Wochen wieder möglich.

Muss ich nach der Operation eine Diät einhalten?

Nein. In der Regel dürfen Sie nach der Operation grundsätzlich normal essen. In den ersten ein bis zwei Wochen empfehlen wir primär leichte Kost. Eine dauerhafte Spezialdiät ist nicht erforderlich.

Kann ich ohne Gallenblase normal leben?

Ja. Die Gallenblase ist ein Speicherorgan, kein lebensnotwendiges Organ. Nach der Entfernung fließt die Gallenflüssigkeit kontinuierlich aus der Leber in den Darm; die Fettverdauung bleibt erhalten.

Was passiert mit dem entfernten Gewebe?

Die entfernte Gallenblase wird immer zur feingeweblichen (pathologischen) Untersuchung eingeschickt. Den Befund besprechen wir bei der Nachkontrolle mit Ihnen.

Was ist, wenn ein Stein in den Hauptgallengang gewandert ist?

Dann ist der Gallenabfluss behindert – erkennbar an Laborwerten, Ultraschall und gegebenenfalls einer Gelbfärbung der Haut. Ein solcher Stein wird endoskopisch über eine ERCP entfernt. Die Kontrolle am Tag nach der Operation dient unter anderem dazu, das frühzeitig zu erkennen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei medizinischer Indikation ist die Gallenblasenentfernung eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen – einschließlich Narkose, Nachkontrolle und feingeweblicher Untersuchung. Privatversicherte rechnen wir nach GOÄ ab und erhalten vorab einen Kostenvoranschlag.

Wann muss ich sofort ärztliche Hilfe suchen?

Bei anhaltend starken Oberbauchschmerzen mit Fieber und Schüttelfrost – das sind Warnzeichen für eine Gallenblasenentzündung – sowie bei Gelbfärbung von Haut oder Augen, dunklem Urin oder hellem Stuhl als Warnzeichen für einen Steinverschluss des Hauptgallengangs. Beides gehört umgehend abgeklärt – außerhalb unserer Sprechzeiten in der Notaufnahme.

Beschwerden durch Gallensteine?

Ultraschall, Beratung und Operation aus einer Hand – in der Chirurgischen Praxis Dr. Emadi Wiesbaden, ambulant und mit Kontrolle am Folgetag.

Medizinisch geprüft von

AE
Dr. med. Emadi Facharzt für Chirurgie · Spezielle Viszeralchirurgie · Proktologie
Inhaber Chirurgische Praxis Dr. Emadi in Wiesbaden
Zuletzt medizinisch überprüft: April 2026
Nächste geplante Überprüfung: April 2027

Quellen & Leitlinien

  • AWMF S3-Leitlinie „Gallensteine" – Prävention, Diagnostik und Therapie
  • Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV)
  • Tokyo Guidelines zur Behandlung der akuten Cholezystitis
  • European Association for Endoscopic Surgery (EAES) – Guidelines zur laparoskopischen Cholezystektomie

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch. Individuelle Einschätzung erfolgt im persönlichen Vorgespräch in unserer Praxis.