Facharzt für Chirurgie

Viszeralchirurgie

spezielle Viszeralchirurgie

Proktologie

Leistenhernie · DHG-Qualitätssiegel

Leistenbruch – minimalinvasiv in TEP-Technik.

Moderne Leistenhernien-Chirurgie in Schlüsselloch-Technik: drei kleine Schnitte, großflächiges Kunststoffnetz, ambulant. Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie seit Februar 2020 durch die Deutsche Herniengesellschaft.

TEP-Schlüsselloch 3 × 0,5–1 cm Schnitte Ambulant DHG-Siegel 2020
★★★★★ Ø 4,9 / 5 · 149 Google-Rezensionen
Leistenbruch – Chirurgische Praxis Dr. Emadi, Wiesbaden

Der Leistenbruch ist die häufigste Bauchwandhernie – bei Männern 6–10× häufiger als bei Frauen. In der Chirurgischen Praxis Dr. Emadi Wiesbaden operieren wir – qualitätsgesichert durch die Deutsche Herniengesellschaft – minimalinvasiv in TEP-Technik: gewebeschonend, mit großflächigem Netz, ambulant. Durchgeführt von Dr. med. Emadi, der in der Schule von Prof. Schumpelick (Aachen) ausgebildet wurde – einem Pionier der modernen Hernienchirurgie.

Warum bei uns

Ihre Vorteile auf einen Blick

Minimale Invasivität, zertifizierte Qualität, routinierte Chirurgie – alles ambulant.

TEP-Schlüsselloch-Technik

Keine Eröffnung der Bauchhöhle, keine großen Schnitte – nur minimale Zugänge durch die Bauchwand.

Nur 3 kleine Schnitte

Je 0,5 bis 1,0 cm – kaum sichtbare Narben, deutlich weniger postoperative Schmerzen.

DHG-Qualitätssiegel

Qualitätsgesichert durch die Deutsche Herniengesellschaft seit 26. Februar 2020 – regelmäßig rezertifiziert.

Großes Netz, niedrige Rezidivrate

Ein 10 × 15 cm großes Netz deckt alle potentiellen Bruchlücken ab – nachweislich geringes Rückfallrisiko.

Gewebeschonend

Präparation nur in den Bauchwandschichten – keine Nervenverletzung, keine Verwachsungen im Bauchraum.

Ambulant & Duschpflaster

Entlassung noch am OP-Tag – und dank wasserdichtem Pflaster sofort duschen möglich.

Dr. med. Emadi
Ihr Arzt

Dr. med. Emadi

Facharzt für Chirurgie · Spezielle Viszeralchirurgie · Proktologie

Seit mehr als 25 Jahren in der Chirurgie, davon über 15 Jahre mit Schwerpunkt Viszeral- und Hernienchirurgie. An der Uniklinik Aachen ausgebildet bei Prof. Dr. Schumpelick – einem der bedeutendsten Hernienchirurgen Europas. Dr. Emadi führt jede Leistenbruch-Operation persönlich durch.

  • Facharzt für Chirurgie (seit 2007)
  • Spezielle Viszeralchirurgie (seit 2012)
  • Zusatzbezeichnung Proktologie (2010)
  • DHG-Siegel Hernienchirurgie (2020)
  • Langjährige Oberarzt-Tätigkeit
  • Eigene Praxis seit 2019
Werdegang Studium Humanmedizin Marburg & FU Berlin · Assistenzarzt Herzzentrum Berlin (Prof. Hetzer) · Uniklinik Aachen (Prof. Autschbach, Prof. Schumpelick) · Klinikum Mutterhaus Trier (Prof. Decker) · Oberarzt Klinikum Hanau · Oberarzt Asklepios Klinik · seit 2019 eigene Chirurgische Praxis in Wiesbaden.

Was ist ein Leistenbruch?

Bruchsack Leistenkanal Bauchraum mit Darmschlingen
Abb. 1 – Schematische Darstellung eines Leistenbruchs.

Ein Leistenbruch (medizinisch Leistenhernie oder Hernia inguinalis) ist eine Vorwölbung des Bauchfells nach außen in der Leistenregion – rechts oder links im Bereich des Schambeins. Durch eine Bruchlücke in der Bauchwand können Fett oder auch Teile des Darms hervortreten.

Grund ist eine anatomische Schwachstelle: Die Hoden wandern bei männlichen Föten normalerweise im letzten Drittel der Schwangerschaft (ca. 28.–40. Woche) aus dem Bauchraum durch den Leistenkanal in den Hodensack. Wenn sich dieser Kanal nach dem Durchtritt nicht vollständig verschließt, bleibt eine Lücke bestehen, durch die später Eingeweide (meist Omentum oder Darm) drücken können.

Obwohl beide Geschlechter eine Bindegewebsschwäche haben können, ist die Kombination aus der anatomisch breiteren Lücke und nachlassender Gewebefestigkeit (insbesondere im Alter) bei Männern fataler. Aus diesem Grund sind Männer etwa 6- bis 10-mal häufiger betroffen als Frauen.

Jährlich werden in Deutschland rund 280.000 Leistenbruch-Operationen durchgeführt – damit ist es einer der häufigsten chirurgischen Eingriffe überhaupt.

Wie entsteht ein Leistenbruch?

Neben der anatomischen Schwachstelle gibt es mehrere Auslöser, die den Druck im Bauchraum erhöhen:

Welche Beschwerden verursacht ein Leistenbruch?

Typisch ist ein Druck- oder Ziehgefühl in der Leistenregion, das bis in den Genitalbereich oder den Oberschenkel ausstrahlen kann. Oft ist bei Belastung – beim Husten, Pressen oder Heben – eine sichtbare oder tastbare Vorwölbung in der Leiste zu bemerken.

Die Beschwerden nehmen bei Belastung zu und klingen im Liegen oft ab. In der Anfangsphase kann der Bruch zurückgleiten; später bleibt er dauerhaft sichtbar. Ein Leistenbruch bildet sich bei Erwachsenen nie spontan zurück und wird mit der Zeit größer.

Notfall Einklemmung: Bei plötzlich auftretenden, starken Schmerzen im Leistenbereich kombiniert mit Übelkeit, Erbrechen und nicht mehr zurückgleitender Vorwölbung: umgehend in die Notaufnahme. Eine Darmeinklemmung (Inkarzeration) muss innerhalb weniger Stunden operativ versorgt werden.

Diagnose: Untersuchung und Ultraschall

Die Diagnose erfolgt in drei Schritten:

In unserer Praxis führen wir die Ultraschalldiagnostik direkt im ersten Termin durch. Anhand der Befunde besprechen wir die Dringlichkeit der Operation und das geeignete Verfahren.

Die TEP-Operation im Detail

Die Total Extraperitoneale Plastik (TEP) ist das modernste Verfahren der Leistenbruch-Chirurgie und unser Standardverfahren bei Erwachsenen. Bei der TEP erfolgt die Operation ausschließlich in den Bauchwandschichten – die Bauchhöhle selbst wird nicht eröffnet.

Über drei kleine Schnitte (je 0,5–1,0 cm) werden eine Mini-Kamera und zwei Arbeitsinstrumente eingeführt. Ein großes Kunststoffnetz (10 × 15 cm) wird präzise positioniert, um alle möglichen Bruchpforten dauerhaft zu verschließen.

Vergleich der OP-Methoden

Je nach Anatomie, Alter und Zustand des Patienten kommen verschiedene Verfahren in Betracht. In unserem Zentrum beherrschen wir alle vier etablierten Techniken:

VerfahrenTechnikNetzNarkoseGeeignet für
TEPSchlüsselloch, extraperitonealJa (10×15 cm)VollnarkoseStandard für Erwachsene, auch bei Verwachsungen
TAPPSchlüsselloch, transperitonealJaVollnarkoseStandard-Schlüssellochverfahren, gleichwertig
LichtensteinOffen, 6–8 cm SchnittJaVollnarkose oder SpinalBei hohen Narkoserisiken
ShouldiceOffen, Mehrschicht-NahtNeinVollnarkoseJüngere Patienten im Wachstumsalter

Die TEP-Methode ist unser Goldstandard – bei ca. 90 % aller Patienten geeignet. Die Entscheidung über das Verfahren treffen wir gemeinsam mit Ihnen im Aufklärungsgespräch.

OP-Ablauf Schritt für Schritt

  1. Narkose & Vorbereitung

    Kurze Allgemeinnarkose durch unseren erfahrenen Anästhesisten. Sterile Abdeckung, Positionierung in Rückenlage.

  2. Drei kleine Schnitte

    Je 0,5–1,0 cm unterhalb des Bauchnabels und in der Unterbauchregion. Einführen der Mini-Kamera und Arbeitsinstrumente.

  3. Präparation der Bauchwand

    Schichtweise, vorsichtige Freilegung bis zur Bruchlücke – ohne Eröffnung der Bauchhöhle, ohne Verletzung von Nerven oder Gefäßen.

  4. Netz-Platzierung

    Ein großflächiges Kunststoffnetz (10 × 15 cm) wird so positioniert, dass alle potentiellen Bruchlücken vollständig abgedeckt sind. Dies senkt das Rezidivrisiko dramatisch.

  5. Wundverschluss

    Die kleinen Hautschnitte werden verschlossen und mit wasserdichtem Duschpflaster versorgt. Keine sichtbaren Fäden.

  6. Ruhephase & Entlassung

    Nach 1–2 Stunden Überwachung ambulante Entlassung noch am OP-Tag – mit Rezept für Schmerzmittel und Thrombosespritzen.

Nachsorge und Belastbarkeit

Wir empfehlen folgende Nachsorge-Termine:

Belastbarkeit im Alltag: Alltägliche Verrichtungen sind ab Tag 1 wieder möglich. In den ersten 2 Wochen Lasten bis maximal 10 kg. Büro-Arbeitsfähigkeit meist nach 7–10 Tagen, körperlich anstrengende Arbeit nach 3–4 Wochen. Voller Sport (inklusive Kraftsport) nach 4–6 Wochen.

Kann ein Leistenbruch erneut auftreten?

Die Rezidivrate nach TEP-Operation mit großem Netz liegt bei unter 2 % – das ist international anerkannter Spitzenwert. In DHG-zertifizierten Zentren liegt sie oft sogar niedriger. Ohne Netzeinlage (Shouldice) kann sie bei 5–15 % liegen. Das ist einer der Hauptgründe, warum wir bei Erwachsenen konsequent die Netzmethode einsetzen.

Laparoskopische Sicht: Das großflächige Kunststoffnetz deckt die Bruchpforte spannungsfrei ab (TEP-Technik).
Laparoskopische Sicht: Das großflächige Kunststoffnetz deckt die Bruchpforte spannungsfrei ab (TEP-Technik).
Transparent & fair

Kosten & Krankenkasse

Die Leistenbruch-OP ist eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kostenübernahme ist im Normalfall problemlos geregelt.

Gesetzliche Krankenkasse

0 €Pflichtleistung bei medizinischer Indikation
  • Alle gängigen Verfahren abgedeckt (TEP, Lichtenstein, Shouldice)
  • Netzimplantation inklusive
  • Alle Nachsorgetermine inklusive
  • Abschluss-Ultraschall nach 3 Monaten inklusive
  • Mit oder ohne Überweisung vom Hausarzt

Private Krankenkasse / Selbstzahler

auf AnfrageRichtpreis nach GOÄ je nach Verfahren und Tarif
  • Abrechnung nach GOÄ
  • Private Krankenkassen übernehmen nach Tarif
  • Kostenvoranschlag vor dem Eingriff
  • Höherer GOÄ-Faktor möglich
  • Individuelle Terminvereinbarung

Wir prüfen im Vorgespräch die medizinische Indikation und klären alle Formalitäten mit Ihrer Krankenkasse. Für Privatversicherte erstellen wir einen transparenten Kostenvoranschlag.

Ehrlich aufgeklärt

Risiken & Komplikationen

Die TEP-Leistenbruch-OP ist ein sehr sicheres Routineverfahren. Transparente Aufklärung gehört für uns trotzdem zur Qualität.

Die Gesamtkomplikationsrate bei TEP in DHG-zertifizierten Zentren liegt laut Herniamed-Register unter 3 %. Schwere Komplikationen sind sehr selten (< 0,5 %).

1–2 %

Nachblutung / Hämatom

Kleine Blutungen im OP-Gebiet oder Hodenbereich. Meist folgenlos, verschwinden innerhalb von 2–3 Wochen.

< 1 %

Wundinfektion

Durch die minimalen Schnitte sehr selten. Bei Rötung, Schwellung oder Fieber Vorstellung in der Praxis.

1–3 %

Serombildung

Flüssigkeitsansammlung im Bereich des Netzes – meist selbstregulierend, selten Punktion nötig.

2–5 %

Postoperative Schmerzen

Vorübergehend im Leistenbereich. Länger andauernde chronische Schmerzen (> 3 Monate) treten bei weniger als 1 % auf.

< 2 %

Rezidiv

Erneutes Auftreten des Bruchs. In DHG-zertifizierten Zentren extrem selten. Kontroll-Ultraschall nach 3 Monaten gibt Sicherheit.

< 0,5 %

Nervenverletzung

Bei TEP sehr selten, da keine direkte Präparation an Nerven. Kann vorübergehende Gefühlsstörungen verursachen.

Was das DHG-Siegel bedeutet: Regelmäßige externe Überprüfung von Strukturqualität, Prozessqualität und Ergebnisqualität. Dokumentation aller Eingriffe im Herniamed-Register. Mindesteingriffszahlen pro Jahr. Hoher Qualitätsstandard auch in der Nachsorge.
Ablauf

Ihr Weg zur Leistenbruch-OP

Von der Diagnose bis zur vollen Belastbarkeit – so begleiten wir Sie.

  1. Schritt 01

    Kontakt

    Telefonisch oder online.

  2. Schritt 02

    Diagnose

    Untersuchung & Ultraschall.

  3. Schritt 03

    OP-Tag

    TEP in Vollnarkose.

  4. Schritt 04

    1. Tag

    Erste Kontrolle.

  5. Schritt 05

    Woche 2

    Schonung & Kontrolle.

  6. Schritt 06

    3 Monate

    Abschluss-Ultraschall.

Mythen & Fakten

Was stimmt wirklich?

Rund um den Leistenbruch halten sich viele Fehlinformationen. Wir klären die wichtigsten auf.

Mythos

„Ein kleiner Leistenbruch schließt sich von selbst, wenn man ihn schont."

Fakt

Bei Erwachsenen schließt sich ein Leistenbruch nie spontan. Er wird mit der Zeit größer und das Einklemmungsrisiko steigt. Nur die OP bietet eine dauerhafte Lösung.

Mythos

„Netze im Körper sind gefährlich und verursachen Beschwerden."

Fakt

Moderne Netze aus Polypropylen sind seit Jahrzehnten bewährt und biokompatibel. Das Rezidivrisiko ist mit Netz deutlich niedriger. Chronische Beschwerden durch das Netz sind extrem selten.

Mythos

„Nach der OP kann ich nie wieder intensiv Sport treiben oder schwer heben."

Fakt

Nach 4–6 Wochen ist die volle Belastbarkeit wiederhergestellt. Kraftsport, Laufen, schweres Heben – alles wieder möglich. Das Netz hält die Belastung problemlos aus.

Mythos

„Eine Bauchbinde oder ein Bruchband reicht als Behandlung."

Fakt

Bruchbänder gelten heute als obsolet. Sie heilen den Bruch nicht, lindern nur temporär Symptome und können die Einklemmungsgefahr sogar erhöhen. Nur die OP kuriert den Leistenbruch.

Mythos

„Leistenbrüche sind nur ein Problem älterer Männer."

Fakt

Leistenbrüche treten in jedem Lebensalter auf – vom Säugling (angeborene Leistenhernie) bis zum Senior. Auch Frauen und junge, sportliche Männer sind betroffen.

Erfahrungen

Was unsere Patienten sagen

Authentische Rückmeldungen aus der Rhein-Main-Region – ehrlich, persönlich.

4,9
★★★★★
149 Google-Rezensionen
Chirurgische Praxis Dr. Emadi in Wiesbaden
★★★★★

Herr Dr. Emadi ist sehr kompetent. Meine OP (Leistenhernie) ist sehr gut verlaufen. Das Praxisteam ist sehr nett, die Wartezeiten sind in Ordnung. Ich würde mich jederzeit wieder dort operieren lassen. Alles Gute und weiter so.

TH
Thomas Google-Rezension · vor 5 Jahren
★★★★★

Freundliches Team, effizient und hoch professionell in der Arbeitsweise. Gleich ob Privat- oder Kassenpatient - hier ist man willkommen und gut aufgehoben. Meine Leistenbruch OP wurde ambulant zu meiner vollsten Zufriedenheit ausgeführt.

JR
Verifizierte Rezension Jameda · vor 3 Jahren
★★★★★

Hochzufrieden nach OP. Ruhiger, hochkompetenter Arzt ohne viel Schnickschnack. Praxispersonal trotz hohem Stress Level immer souverän und fachlich sehr versiert. In dieser Praxis weiß man was man tut!

TR
Thomas R. Google-Rezension · vor 2 Jahren
Einblick in unsere Praxis

Persönlich, erfahren, wohnortnah erreichbar

Von der ersten Sprechstunde bis zum ambulanten Eingriff – ein Blick hinter die Kulissen unserer chirurgischen Praxis in Wiesbaden.

Unser Team in der Chirurgischen Praxis Wiesbaden
Unser Team in der Chirurgischen Praxis Wiesbaden
Persönliche Sprechstunde mit Ultraschalldiagnostik
Persönliche Sprechstunde mit Ultraschalldiagnostik
Ambulante Eingriffe in unserem Operationssaal
Ambulante Eingriffe in unserem Operationssaal
Häufige Fragen

Alles, was Sie zur Leistenbruch-OP wissen sollten

Die wichtigsten Antworten rund um TEP-Technik, Netz, Belastbarkeit und Nachsorge.

Muss ein Leistenbruch immer operiert werden?

Bei Erwachsenen grundsätzlich ja. Der Leistenbruch bildet sich nicht zurück, wird mit der Zeit größer und birgt ein Einklemmungsrisiko. Nur bei beschwerdefreien, sehr kleinen Brüchen bei hochbetagten Patienten wird in Einzelfällen „watchful waiting" erwogen – aber auch hier ist die OP die sicherere Wahl.

Welcher Unterschied besteht zwischen TEP und Lichtenstein?

TEP erfolgt minimalinvasiv über 3 kleine Schnitte in Schlüsselloch-Technik. Lichtenstein ist eine offene Methode mit einem 6–8 cm Schnitt in der Leiste. TEP verursacht weniger postoperative Schmerzen und hat kleinere Narben. Lichtenstein ist bei bestimmten anatomischen Situationen bewährt oder wenn eine Vollnarkose vermieden werden soll.

Wie lange dauert die OP?

Der Eingriff selbst dauert in der Regel 45–60 Minuten. Inklusive Narkoseeinleitung, Aufwachphase und Überwachung sollten Sie mit einem halben Tag in der Praxis rechnen.

Wann darf ich wieder Sport treiben?

Leichter Sport wie Spazierengehen oder entspanntes Radfahren nach 2 Wochen, Ausdauersport nach 4 Wochen, intensiver Kraftsport und schweres Heben nach 6 Wochen – nach individueller Rücksprache.

Wie hoch ist das Rezidivrisiko nach TEP?

Bei TEP mit 10×15-cm-Netz liegt das Rezidivrisiko bei unter 2 % – ein ausgezeichneter Wert. In DHG-zertifizierten Zentren häufig sogar niedriger. Kontrollen nach 3 Monaten geben zusätzliche Sicherheit.

Brauche ich immer ein Netz?

Bei erwachsenen Patienten in aller Regel ja – das Netz senkt die Rezidivrate von 5–15 % auf unter 2 %. Ausnahme: jüngere Patienten im Wachstumsalter. Hier bieten wir die Shouldice-Operation ohne Netz an.

Ist die OP sehr schmerzhaft nach der Operation?

Die meisten Patienten berichten über mäßige Schmerzen in den ersten 2–3 Tagen, die mit Schmerzmitteln gut zu kontrollieren sind. TEP-Patienten haben typischerweise weniger Schmerzen als nach offenen Verfahren. Starke Schmerzen sind selten und sollten sofort gemeldet werden.

Kann ich nach der OP sofort duschen?

Ja – wir versorgen die kleinen Schnitte mit wasserdichtem Duschpflaster. Duschen ist ab dem OP-Tag möglich. Vollbäder sollten Sie 1–2 Wochen vermeiden.

Muss ich im Krankenhaus übernachten?

Nein, die TEP-OP ist bei uns ambulant – Sie verlassen die Praxis noch am OP-Tag nach einer Ruhephase von 1–2 Stunden. Wichtig: Eine erwachsene Begleitperson für die Heimfahrt ist nach Vollnarkose zwingend.

Warum ist das DHG-Siegel wichtig?

Das Siegel der Deutschen Herniengesellschaft (DHG) bestätigt geprüfte Qualität in der Hernienchirurgie. Dazu gehören Mindesteingriffszahlen, dokumentierte Ergebnisqualität im Herniamed-Register, regelmäßige externe Überprüfungen und standardisierte Nachsorge. Wir tragen das Siegel seit Februar 2020.

Was tun bei Verdacht auf Einklemmung?

Sofort in die Notaufnahme. Warnzeichen: plötzliche starke Schmerzen in der Leiste, nicht mehr zurückgleitende Vorwölbung, Übelkeit, Erbrechen, eventuell Fieber. Eine Darmeinklemmung (Inkarzeration) muss innerhalb weniger Stunden operiert werden.

Gibt es Unterschiede zwischen Leistenbruch bei Männern und Frauen?

Ja. Männer sind 6–10× häufiger betroffen aufgrund der anatomischen Situation im Leistenkanal (Samenstrang). Bei Frauen sind sogenannte Schenkelbrüche (Femoralhernien) anteilig häufiger, mit höherem Einklemmungsrisiko – umso wichtiger ist eine genaue Diagnostik.

Bereit für eine sichere Lösung?

Diagnostik, Beratung und OP aus einer Hand – in der Chirurgischen Praxis Dr. Emadi Wiesbaden, qualitätsgesichert durch die DHG.

Medizinisch geprüft von

AE
Dr. med. Emadi Facharzt für Chirurgie · Spezielle Viszeralchirurgie · Proktologie
Chirurgische Praxis Dr. Emadi in Wiesbaden · DHG-Qualitätssiegel
Zuletzt medizinisch überprüft: April 2026
Nächste geplante Überprüfung: April 2027

Quellen & Leitlinien

  • Deutsche Herniengesellschaft (DHG) – Leitlinien der Hernienchirurgie
  • AWMF S2e-Leitlinie zur Leistenhernie
  • European Hernia Society (EHS) Guidelines
  • Herniamed-Register – Qualitätssicherung
  • Lehrbücher Prof. Dr. Schumpelick, Uniklinik Aachen

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch. Individuelle Einschätzung erfolgt im persönlichen Vorgespräch in unserer Praxis.