Facharzt für Chirurgie

Viszeralchirurgie

spezielle Viszeralchirurgie

Proktologie

Sterilisation des Mannes

Vasektomie – schonend, sicher, ambulant.

Die Non-Skalpell-Vasektomie in unserer Wiesbadener Praxis ist ein minimalinvasiver Eingriff – in lokaler Betäubung, ohne Schnitt, ohne Narkose. Durchgeführt vom erfahrenen Facharzt Dr. Emadi.

Non-Skalpell-Technik ca. 30 Min. Ambulant Ohne Narkose
★★★★★ Ø 4,9 / 5 · 149 Google-Rezensionen
Vasektomie – Chirurgische Praxis Dr. Emadi, Wiesbaden

Die Vasektomie ist die sicherste und dauerhafteste Form der männlichen Empfängnisverhütung. In der Chirurgischen Praxis Dr. Emadi Wiesbaden setzen wir auf die besonders schonende Non-Skalpell-Technik (NSV) – minimalinvasiv, in lokaler Betäubung, ohne Schnitt und mit sofortiger Heimkehr am selben Tag. Der Eingriff wird persönlich von Dr. med. Emadi durchgeführt.

Warum bei uns

Ihre Vorteile auf einen Blick

Minimale Belastung, maximale Sicherheit – mit einer Methode, die in der modernen Chirurgie Standard ist.

Schonendes Verfahren

Kein Skalpell, keine Nähte – nur eine winzige Öffnung, die sich selbst verschließt.

In 30 Minuten fertig

Der Eingriff dauert in der Regel 30–45 Minuten – inklusive Vorbereitung meist unter einer Stunde.

Nur lokale Betäubung

Kein Risiko einer Vollnarkose, keine Nüchternheit, volle Mobilität am selben Tag.

Höchste Sicherheit

Versagerquote unter 0,1 % – eine der zuverlässigsten Verhütungsmethoden überhaupt.

Keine Nebenwirkungen

Kein Einfluss auf Hormonhaushalt, Potenz, Orgasmus oder Samenmenge – nur die Spermien fehlen.

Sofort nach Hause

Ambulant in unserer Praxis – 30 Minuten Ruhephase, dann direkt heim. Arbeitsfähig meist nach 2–3 Tagen.

Dr. med. Emadi
Ihr Arzt

Dr. med. Emadi

Facharzt für Chirurgie · Spezielle Viszeralchirurgie · Proktologie

Seit mehr als 25 Jahren in der Chirurgie tätig, davon über 15 Jahre mit Schwerpunkt Viszeral- und Hernienchirurgie. Dr. Emadi führt jede Vasektomie persönlich durch – vom ersten Aufklärungsgespräch über den Eingriff bis zur Abschlusskontrolle bleibt alles in einer erfahrenen Hand.

  • Facharzt für Chirurgie (seit 2007)
  • Spezielle Viszeralchirurgie (seit 2012)
  • Zusatzbezeichnung Proktologie (2010)
  • DHG-Siegel Hernienchirurgie (2020)
  • Langjährige Oberarzt-Tätigkeit
  • Eigene Praxis seit 2019
Werdegang Studium Humanmedizin Marburg & FU Berlin · Assistenzarzt Herzzentrum Berlin (Prof. Hetzer) · Uniklinik Aachen (Prof. Autschbach, Prof. Schumpelick) · Klinikum Mutterhaus Trier (Prof. Decker) · Oberarzt Klinikum Hanau · Oberarzt Asklepios Klinik · seit 2019 eigene Chirurgische Praxis in Wiesbaden.

Was ist eine Vasektomie?

Samenleiter durchtrennt & verschlossen Nebenhoden Hoden
Abb. 1 – Schematische Darstellung der Samenleiter.

Die Vasektomie (aus dem Lateinischen von vas deferens = Samenleiter) ist ein kleiner operativer Eingriff, bei dem die beiden Samenleiter des Mannes gezielt durchtrennt werden. Dadurch können keine Spermien mehr aus den Hoden in das Ejakulat gelangen – der Mann wird dauerhaft zeugungsunfähig.

Wichtig ist dabei: Alle anderen Funktionen bleiben vollständig erhalten. Der Orgasmus, die Erektion, die Menge und Konsistenz des Samenergusses, der Hormonhaushalt und die Libido werden nicht verändert. Lediglich die Spermien fehlen – und sie machen ohnehin nur etwa 2–5 Prozent des Ejakulatvolumens aus.

In Deutschland wird die Vasektomie jährlich rund 50.000 Mal durchgeführt. Weltweit gilt sie als die zuverlässigste und langzeitstabilste Form der männlichen Empfängnisverhütung. Der Pearl-Index liegt bei unter 0,1 – damit ist sie sicherer als Pille, Spirale oder Kondom.

Wer ist für eine Vasektomie geeignet?

Die Vasektomie eignet sich für Männer, die eine dauerhafte und sichere Verhütungslösung wünschen. Typische Konstellationen:

Entscheidend ist: Sie sollten sich des dauerhaften Charakters der Vasektomie bewusst sein. Eine Refertilisierung ist zwar technisch möglich, aber aufwendig, teuer und nicht immer erfolgreich. In Deutschland gibt es kein gesetzliches Mindestalter – in unserer Praxis beraten wir ausführlich und empfehlen bei jüngeren Patienten ohne Kinder ein besonders sorgfältiges Vorgespräch.

Gut zu wissen: Eine Zustimmung der Partnerin ist rechtlich nicht erforderlich. Aus unserer Erfahrung ist das gemeinsame Gespräch im Vorfeld jedoch sehr hilfreich – wir laden Partnerinnen gerne zum Aufklärungstermin mit ein.

Die Non-Skalpell-Technik im Detail

In unserer Wiesbadener Praxis führen wir die Vasektomie ausschließlich in der Non-Skalpell-Technik (NSV) durch. Diese Methode wurde 1974 entwickelt und hat sich seither weltweit als Goldstandard etabliert. Standardmäßig erfolgt der Eingriff in lokaler Betäubung – auf Wunsch ist die Vasektomie auch in einer Narkose möglich.

Der Unterschied zur klassischen Vasektomie ist bedeutsam: Statt eines Hautschnitts mit Skalpell wird die Haut des Hodensacks nur mit einem speziellen Instrument punktförmig angestochen und sanft gespreizt. Die Samenleiter werden durch diese winzige, ca. 3 mm kleine Öffnung freigelegt, durchtrennt und verschlossen.

Vasektomie im Vergleich zu anderen Verhütungsmethoden

Keine Verhütungsmethode ist für alle Paare die richtige. Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Unterschiede – ehrlich, ohne Marketing:

MethodePearl-IndexHormonellDauerhaftAufwand
Vasektomie (NSV)< 0,1neinjaeinmalig (30 Min.)
Sterilisation der Frau0,2–0,3neinjaeinmalig, Vollnarkose
Hormonspirale0,2ja3–5 Jahregering
Kupferspirale0,3–0,8neinbis 10 Jahregering
Antibabypille0,1–0,9janeintäglich
Kondom2–12neinneinbei jedem Geschlechtsverkehr

Der Pearl-Index gibt an, wie viele Frauen von 100, die ein Jahr mit der jeweiligen Methode verhüten, trotzdem schwanger werden. Die Vasektomie liegt unter 0,1 – sie ist damit die sicherste reversible und dauerhafte Methode überhaupt.

OP-Ablauf Schritt für Schritt

So verläuft Ihr Eingriff am OP-Tag in unserer Praxis:

  1. Aufklärung & Vorbereitung

    Nochmalige Besprechung von Ablauf und offenen Fragen. Hygienische Vorbereitung des OP-Bereichs, Lagerung. Dauer ca. 10 Minuten.

  2. Lokale Betäubung

    Eine kleine Injektion betäubt den Hodensack-Bereich vollständig. Sie bleiben wach und ansprechbar – aber absolut schmerzfrei. Der Einstich der Spritze selbst ist kurz spürbar.

  3. Öffnung der Haut (Non-Skalpell)

    Über eine einzige kleine Öffnung von ca. 3 mm werden beide Samenleiter nacheinander behutsam herausgeführt – ohne klassischen Skalpellschnitt.

  4. Durchtrennung & Verschluss

    Ein ca. 1 cm langes Stück jedes Samenleiters wird entnommen und zur histologischen Untersuchung eingeschickt. Beide Enden werden sorgfältig verschlossen und zusätzlich mit elektrischem Strom verödet.

  5. Wundverschluss

    Die winzige Hautöffnung verschließt sich von selbst – keine Nähte, kein Pflaster nötig. Ein steriler Schutzverband wird angelegt.

  6. Ruhephase & Entlassung

    Nach einer kurzen Ruhephase von ca. 30 Minuten können Sie die Praxis verlassen. Eine Begleitperson ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich.

Nach dem Eingriff: Verhalten & Nachsorge

In den ersten 48 Stunden empfehlen wir körperliche Schonung, Kühlung des Hodensack-Bereichs (z. B. mit einem mit Tuch umwickelten Kühlpack) und das Tragen einer gut stützenden, enganliegenden Unterwäsche. Leichte Schmerzen oder ein dumpfes Ziehen sind normal – sie lassen sich mit einem rezeptfreien Schmerzmittel gut kontrollieren.

Ab Tag 3 sind die meisten Patienten wieder arbeitsfähig (Bürotätigkeit). Bei körperlich anstrengenden Berufen empfehlen wir 5–7 Tage Pause. Duschen ist ab dem OP-Tag möglich, Vollbäder erst ab Tag 5. Geschlechtsverkehr ist nach 5–7 Tagen möglich – achten Sie bis zur Freigabe weiterhin auf Verhütung.

Entscheidend: Die Vasektomie wirkt nicht sofort. Im oberen Abschnitt der Samenleiter befinden sich noch Restspermien. Erst nach 15–20 Ejakulationen und zwei negativen Spermiogrammen im Abstand von 6–8 Wochen gilt die Sterilität als gesichert. Bis dahin ist weiterhin eine andere Verhütung zwingend notwendig.

Kann eine Vasektomie rückgängig gemacht werden?

Ja, technisch ist eine Refertilisierungsoperation (Vasovasostomie) möglich. Dabei werden die durchtrennten Samenleiter mikrochirurgisch wieder zusammengefügt. Der Eingriff dauert 2–4 Stunden, erfolgt unter Vollnarkose und ist deutlich aufwendiger als die Vasektomie selbst.

Die Erfolgsrate hängt stark davon ab, wie lange die Vasektomie zurückliegt: Bis zu 3 Jahre nach dem Eingriff liegt die Chance auf eine erneute Schwangerschaft bei ca. 75 %, nach 10 Jahren nur noch bei etwa 30 %. Die Kosten werden nicht von der gesetzlichen Kasse übernommen und liegen bei 3.000–5.000 €.

Unser Rat: Entscheiden Sie sich nur dann für eine Vasektomie, wenn Sie sicher sind, keine weiteren Kinder zu wünschen. Betrachten Sie den Eingriff als dauerhaft – die Refertilisierung ist eine Option, aber keine Garantie.

Transparent & fair

Kosten & Krankenkasse

Die Vasektomie ist in Deutschland grundsätzlich eine Selbstzahler-Leistung. Hier ein transparenter Überblick:

Gesetzliche Krankenkasse

0 €bei medizinischer Indikation
  • Grundsätzlich keine Kassenleistung
  • Ausnahme: zwingende medizinische Notwendigkeit
  • In diesem Fall individuelle Prüfung

Selbstzahler & Privat

500 €in lokaler Betäubung · in Narkose höher · Histologie und Spermiogramme nicht enthalten (separate Abrechnung)
  • Ausführliches Aufklärungsgespräch inklusive
  • Non-Skalpell-Technik (NSV)
  • Erste Nachkontrolle nach 1 Woche inklusive
  • Abrechnung nach GOÄ
  • Private Krankenkassen übernehmen meist die Kosten

Transparenter Kostenvoranschlag: Sie erhalten vor dem Eingriff eine schriftliche Aufstellung aller Kosten – ohne versteckte Zusatzposten. Die Abrechnung erfolgt nach GOÄ (Gebührenordnung für Ärzte).

Ehrlich aufgeklärt

Risiken & Komplikationen

Jeder operative Eingriff birgt Risiken. Die Non-Skalpell-Vasektomie gehört zu den sichersten Operationen überhaupt – trotzdem klären wir hier transparent über mögliche Komplikationen auf.

Komplikationen bei der NSV sind deutlich seltener als bei der klassischen Vasektomie mit Skalpell. Studien der Deutschen Gesellschaft für Urologie beziffern die Gesamtkomplikationsrate bei unter 2 %.

1–2 %

Nachblutung / Hämatom

Kleine Blutergüsse im Hodensack sind die häufigste Begleiterscheinung. Sie klingen meist innerhalb von 1–2 Wochen von selbst ab.

< 1 %

Wundinfektion

Dank der minimalen Öffnung sehr selten. Bei Rötung, Überwärmung oder Schwellung bitte zeitnah melden.

< 1 %

Post-Vasektomie-Schmerz

In sehr seltenen Fällen können chronische, dumpfe Beschwerden im Hodenbereich auftreten. Meist gut behandelbar.

0,05 %

Wiederkanalisation

In äußerst seltenen Fällen können Samenleiter spontan wieder zusammenwachsen. Genau deshalb sind die zwei Kontroll-Spermiogramme Pflicht.

ohne klin. Bedeutung

Anti-Sperma-Antikörper

Nach der OP bildet der Körper Antikörper gegen die eigenen Spermien. Das hat keinerlei Einfluss auf Gesundheit oder Sexualität.

< 0,5 %

Granulom-Bildung

Kleine Knötchen am Ende des durchtrennten Samenleiters. Meist harmlos und beschwerdefrei, in seltenen Fällen operativ zu entfernen.

Was wir für Ihre Sicherheit tun: Sterile OP-Umgebung · erfahrener Facharzt · histologische Kontrolle der entnommenen Samenleiter · zwei verpflichtende Nachkontrollen.
Ablauf

Ihr Weg zur Vasektomie

Von der ersten Anfrage bis zur bestätigten Sterilität – so begleiten wir Sie.

  1. Schritt 01

    Kontakt

    Telefonisch oder online.

  2. Schritt 02

    Beratungstermin

    Persönliches Aufklärungsgespräch.

  3. Schritt 03

    Vorbereitung

    Ihre Fragen, klare Planung.

  4. Schritt 04

    OP-Tag

    Eingriff in ca. 30 Min.

  5. Schritt 05

    Schonphase

    2–3 Tage Ruhe zu Hause.

  6. Schritt 06

    Kontrolle

    Spermiogramm & Sicherheit.

Mythen & Fakten

Was stimmt wirklich?

Rund um die Vasektomie kursieren viele Halbwahrheiten. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf – mit aktuellem medizinischem Stand.

Mythos

„Nach einer Vasektomie produziert man kein Testosteron mehr und verliert seine Männlichkeit."

Fakt

Die Hoden produzieren weiterhin ganz normal Testosteron – der Hormonhaushalt bleibt völlig unverändert. Nur die Spermien erreichen den Samenerguss nicht mehr. Libido, Potenz und Männlichkeit bleiben erhalten.

Mythos

„Der Samenerguss wird nach einer Vasektomie deutlich weniger."

Fakt

Die Menge bleibt nahezu gleich. Spermien machen nur 2–5 % des Ejakulats aus – der Großteil sind Sekrete aus Prostata und Samenbläschen, die unverändert produziert werden.

Mythos

„Eine Vasektomie erhöht das Risiko für Prostatakrebs oder Hodenkrebs."

Fakt

Große Meta-Analysen der letzten zehn Jahre zeigen: Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Vasektomie und einer erhöhten Krebsrate – weder Prostata- noch Hodenkarzinom.

Mythos

„Sofort nach dem Eingriff ist keine weitere Verhütung mehr nötig."

Fakt

Restspermien bleiben wochen- bis monatelang erhalten. Erst nach 15–20 Ejakulationen und zwei negativen Spermiogrammen gilt die Sterilität als gesichert. Bis dahin bitte weiter verhüten.

Mythos

„Der Eingriff ist stark schmerzhaft und dauert lange."

Fakt

In Non-Skalpell-Technik dauert der Eingriff 30–45 Minuten und wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Die meisten Patienten beschreiben nur ein kurzes Ziehen – keine starken Schmerzen.

Erfahrungen

Was unsere Patienten sagen

Authentische Rückmeldungen aus unserer täglichen Arbeit – ehrlich, persönlich, im Rhein-Main-Gebiet verwurzelt.

4,9
★★★★★
149 Google-Rezensionen
Chirurgische Praxis Dr. Emadi in Wiesbaden
★★★★★

Dr. Emadi ist sehr professionell und erfahren, die Wartezeiten sind human, das Personal überaus freundlich und zuvorkommend. Ich kann die Praxis nur weiterempfehlen.

WS
White Swan Google-Rezension · vor einem Jahr
★★★★★

Sehr netter und professioneller Arzt, der sich Zeit nimmt und zuhört. Vorbehaltlos zu empfehlen!

MP
M. P. Google-Rezension · vor einem Jahr
★★★★★

Sehr kompetentes, freundliches Team. Kurze Wartezeiten. Ich fühlte mich einfach gut aufgehoben.

AR
Andreas R. Google-Rezension · vor 5 Jahren
Einblick in unsere Praxis

Persönlich, erfahren, wohnortnah erreichbar

Von der ersten Sprechstunde bis zum ambulanten Eingriff – ein Blick hinter die Kulissen unserer chirurgischen Praxis in Wiesbaden.

Unser Team in der Chirurgischen Praxis Wiesbaden
Unser Team in der Chirurgischen Praxis Wiesbaden
Persönliche Sprechstunde mit Ultraschalldiagnostik
Persönliche Sprechstunde mit Ultraschalldiagnostik
Ambulante Eingriffe in unserem Operationssaal
Ambulante Eingriffe in unserem Operationssaal
Häufige Fragen

Alles, was Sie zur Vasektomie wissen sollten

Die wichtigsten Antworten rund um Ablauf, Sicherheit, Kosten und Nachsorge – aktuell und medizinisch fundiert.

Ist die Vasektomie schmerzhaft?

Dank lokaler Betäubung spüren Sie während des Eingriffs keine Schmerzen, nur ein leichtes Ziehen. Nach dem Eingriff kann ein mildes Druckgefühl auftreten, das sich gut mit einem rezeptfreien Schmerzmittel wie Ibuprofen kontrollieren lässt. Starke Schmerzen sind sehr selten und gelten als Warnsignal, bei dem Sie uns umgehend kontaktieren sollten.

Wann bin ich wieder arbeitsfähig?

Die meisten Patienten kehren nach 2–3 Tagen zu Bürotätigkeiten zurück. Bei körperlich anstrengenden Berufen empfehlen wir 5–7 Tage Schonung. Sport, schweres Heben und Sauna sollten erst nach 2 Wochen wieder aufgenommen werden.

Wie sicher ist die Vasektomie als Verhütung?

Die Vasektomie zählt zu den sichersten Verhütungsmethoden überhaupt – der Pearl-Index liegt unter 0,1. Das bedeutet: Von 1.000 Paaren, die ein Jahr lang darauf vertrauen, kommt es statistisch nur in einem Fall zu einer Schwangerschaft. Zum Vergleich: Die Antibabypille hat einen Pearl-Index von 0,1–0,9.

Hat die Vasektomie Einfluss auf Potenz, Orgasmus oder Testosteron?

Nein. Die Vasektomie beeinflusst weder die Testosteronproduktion noch Erektionsfähigkeit, Orgasmus oder die Menge des Ejakulats. Einzig die Spermien fehlen – der Rest bleibt vollständig erhalten. Zahlreiche Studien bestätigen dies.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Die Vasektomie ist in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse. Bei privaten Krankenkassen werden die Kosten meist übernommen – klären Sie dies vorab mit Ihrer Versicherung. Bei medizinischer Indikation kann auch die GKV in Einzelfällen einspringen.

Kann eine Vasektomie rückgängig gemacht werden?

Eine Refertilisierungs-Operation ist technisch möglich, aber aufwendig, teuer (3.000–5.000 €) und nicht garantiert erfolgreich. Die Erfolgsrate nimmt mit der Zeit ab – sie sollten die Vasektomie daher als dauerhafte Entscheidung betrachten.

Was muss ich am OP-Tag mitbringen?

Versichertenkarte, Personalausweis, ggf. die unterschriebene Einverständniserklärung, eine eng anliegende Unterhose oder einen Suspensorium-Slip. Eine Begleitperson ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich, da die OP in lokaler Betäubung erfolgt.

Darf ich direkt nach der OP wieder Auto fahren?

Grundsätzlich ja – da keine Vollnarkose eingesetzt wird, sind Sie voll fahrtüchtig. Wir empfehlen dennoch, eine Begleitperson mitzubringen oder den Heimweg mit dem Taxi/ÖPNV anzutreten. Manche Patienten berichten von einem leichten Unwohlsein in den ersten Stunden nach dem Eingriff.

Wann ist Geschlechtsverkehr wieder möglich?

In der Regel nach 5–7 Tagen, sobald Wundgebiet und Hodensack schmerzfrei sind. Wichtig: Bis zum zweiten negativen Spermiogramm (im Abstand von 6–8 Wochen) müssen Sie weiterhin eine andere Verhütungsmethode anwenden, da noch Restspermien vorhanden sein können.

Was passiert mit den nicht mehr abtransportierten Spermien?

Die Spermien werden weiterhin in den Hoden produziert, aber ohne Weg durch den Samenleiter vom Körper selbst abgebaut (reabsorbiert) – ganz ähnlich wie abgestorbene Zellen im übrigen Gewebe. Es gibt keinen „Stau" und keine gesundheitlichen Folgen.

Habe ich nach der Vasektomie einen „trockenen" Orgasmus?

Nein. Der Samenerguss erfolgt wie gewohnt, mit nahezu gleicher Menge und Konsistenz. Lediglich die Spermien fehlen – diese machen aber nur 2–5 % des Ejakulats aus. Visuell und in der Empfindung ändert sich für Sie und Ihre Partnerin nichts.

Gibt es ein ideales Alter für die Vasektomie?

Ein gesetzliches Mindestalter gibt es in Deutschland nicht. In der Praxis ist das typische Alter 35–50 Jahre, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist. Bei sehr jungen Patienten ohne Kinder raten wir zu besonders ausführlicher Beratung und psychologischer Reflexion, um spätere Entscheidungsreue zu vermeiden.

Persönliche Beratung gewünscht?

Vereinbaren Sie unverbindlich einen Termin – telefonisch oder direkt online.

Medizinisch geprüft von

AE
Dr. med. Emadi Facharzt für Chirurgie · Spezielle Viszeralchirurgie · Proktologie
Inhaber Chirurgische Praxis Dr. Emadi in Wiesbaden
Zuletzt medizinisch überprüft: April 2026
Nächste geplante Überprüfung: April 2027

Quellen & Leitlinien

  • Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) – S1-Leitlinie zur Vasektomie
  • European Association of Urology (EAU) – Guidelines on Male Infertility
  • Cochrane Database of Systematic Reviews – Vasectomy Techniques
  • AWMF-Leitlinienregister – Empfängnisverhütung

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen kein ärztliches Beratungsgespräch. Individuelle Einschätzung erfolgt im persönlichen Vorgespräch in unserer Praxis.