Facharzt für Chirurgie

Visceralchirurgie

spezielle Visceralchirurgie

Proktologie

Leistenbruch

Leistenhernien sind eine der häufigsten Erkrankungen des Menschen

Leistenbruch sind eine der häufigsten Erkrankungen des Menschen. Als Leistenbruch (Hernia inguinalis) wird eine Vorwölbung des Bauchfelles nach außen in der Leistenregion rechts oder links (im Bereich des Schambeins) bezeichnet. Diese Erkrankung tritt bei Männer 6 bis 12 mal häufiger als bei den Frauen auf. Grund dafür ist, dass dort beim Mann der Samenstrang und bei der Frau das Gebärmutterband durch die Bauchdecke tritt und somit die Muskulatur auseinander weichen muss. Ein anderer Grund für die Entstehung der Leistenhernien ist eine schwach ausgebildete Muskulatur in diesem Bereich sowie ein erhöhter Druck im Bauchraum. Ein solcher Zustand tritt v. a. bei erschwertem Wasserlassen, erschwertem Stuhlgang, besonderer Bauchdeckenanspannung beim schweren Heben, häufigem Husten, Schwangerschaft usw. auf.

Prinzipiell werden sogenannte offene von laparoskopischen („Schlüsselloch-Technik mit Kamera“) OP-Verfahren unterschieden. Wir führen diese Operationen in minimalinvasiver Technik d. h. über drei kleine Schnitte (je 0,5-1,0 cm) an der Bauchdecke durch. Durch diese Methode wird ein großes Netz (10x15cm) so angebracht, dass alle Bruchlücken komplett abgedeckt sind und dadurch die Rezidivrate eindeutig gesenkt werden kann. Das laparoskopische Verfahren ist sehr gewebeschonend und verursacht keine Nervenverletzung im Vergleich zur offenen Operation.

Weitere Vorteile der minimalinvasiven Operationstechnik sind:

  • Geringere postoperative Schmerzen
  • Schnelle Genesung
  • schnelle Rückkehr zur sportlichen Aktivität bei hoher Belastbarkeit.

Hier finden Sie auch weitere allgemeine Informationen zum Leisten/Schenkelbruch.